Unternehmensgeschichte
1890 - 1956
1890 begann Stefan Lung (1876 - 1954) bei der Klavierbaufirma der Brüder Mikula in Wien die Lehre als Klavierbauer. Nach der Gesellenprüfung wechselte er zu den Firmen Öser und Wirth, wo er dann die Meisterprüfung ablegte.
Anfang 1910 entstanden in einer Wohnung im 6. Bezirk bereits die ersten Rasten und Gehäuse für Klaviere. Im gleichen Jahr, wurden nach dem Umzug der Firma in die Ägidigasse 6 im gleichen Bezirk, die ersten Klaviere produziert und die Firma Wendl & Lung mit dem Zusammenschluss von Johann Wendl und Stefan Lung, im Firmenbuch protokolliert.
1926 war die Produktionszahl von 1.000 Instrumenten überschritten und der Standort in der Mariahilfer Straße 101 bezogen, wo die Firma bis 2004 ihr Stammhaus hatte!
Die Klaviere von Wendl & Lung wurden in ganz Europa und auch im Nahen Osten vertrieben. Das meistverkaufte Instrument unter den Flügeln war der "Wendl & Lung Modell X", der zwar nur 147 cm lang ist, sich aber durch eine erstaunliche Klangfülle auszeichnet. Ein Qualitätsmerkmal, das die Klaviere von Wendl & Lung noch bis heute von der Konkurrenz abhebt.
Als einziges Kind von Stefan Lung erlernte Tochter Stefanie, 1912 geboren, verheiratete Stefanie Veletzky, das Klaviermachergewerbe und erlangte später den, zur damaligen Zeit für eine Frau außergewöhnlichen Klaviermachermeistertitel. In der Klavierbaugeschichte war Stefanie Veletzky - nach Nanette Streicher im 19. Jahrhundert - die 2. weibliche Meisterin des Fachs.
1956 - 1994
Ihr Sohn, Komm.Rat Alexander Veletzky, 1933 geboren, übernahm 1956 die Firma.
Hr. Veletzky Alexander war neben vielen anderen Tätigkeiten 30 Jahre lang Bundesinnungsmeister der Musikinstrumentenerzeuger.
Als Anerkennung für seine Verdienste - auch für das Restaurieren wertvoller historischer Klaviere für Museen - erhielt Alexander Veletzky das "Goldene Verdienstzeichen" der Stadt Wien und den Titel Komm.Rat.
1994 - 2003
Sein Sohn, Peter Veletzky, stellt die 4. und aktuelle Generation von Wendl & Lung dar und war mit bereits 22 Jahren der jüngste Klaviermachermeister Österreichs.
1994 übernahm er den Familienbetrieb.
Bis zum 31.12.1999 führte er als Einzelperson die Firma.
Ab dem 1.1.2000 hat der Zusammenschluss zu einer GmbH mit Ernest Bittner - Komponist und Klavierstimmer - stattgefunden:
Wendl & Lung Klavierbau u. Vertriebs GmbH.
Dank Bai Lin, die aus China stammende Frau von Ernest Bittner, intensivierten sich die geschäftlichen Kontakte ins Reich der Mitte.
2003 -
2003 - Gemeinsame Wiederaufnahme der Klavierproduktion mit der Partnerfabrik NINGBO HAILUN MUSICAL INSTRUMENTS CO.LTD. in Ningbo/China unter dem Namen Wendl & Lung.
Mit dem Aufbau eines fehlerlosen Assembling, einer strengen Endkontrolle, sowie der Auswahl von hochwertigen Grundmaterialen & Klavierbestandteilen war es möglich, in stetiger Weiterentwicklung, robuste, langlebige und für alle Klimazonen geeignete Instrumente aufzubauen.
Ab August 2003 begann somit die weltweite Vermarktung des Pianomodells Wendl & Lung, Mod. 122 - Universal, welches das erste überzeugende Resultat einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist und von dem alle folgenden Modelle profitieren werden.
Der Partnerbetrieb in Ningbo, Hailun Musical Instruments Ltd. gilt als das modernste Klavierwerk Chinas und ist mit seinem Hightech-Präzisionsmaschinenpark Produzent sämtlicher Klavierbestandteile und gefragter Zulieferer vieler Klavierfabriken bekannter Weltmarken.
Es entstehen Instrumente, die in ihrer Klang- und Verarbeitungsqualität auch unter deutlich wertvolleren Klavieren ihresgleichen suchen. Der gesamte Produktionsverlauf steht unter der Kontrolle von Klavierbaumeister Peter Veletzky und seinem Klaviertechnikerteam.
In sehr kurzer Zeit war es dem Unternehmen daher möglich, dass Wendl & Lung alleine in Europa bei über 300 Klavierfachgeschäften vertreten ist.
